Friday, May 7, 2021
Mitochondrial Health

HPU/KPU: Was Mangan, Blei und Eisen für wichtige Rollen spielen



Die historische Aufarbeitung der Thematik HPU/KPU findet am auch als PDF auf der Seite des RKI. DOI 10.1007/s00103-007-0340-5
Die Mengen an Vitamin B6, Zink und Mangan, die bei Patienten mit auffälligen Messwerten ausgeschieden werden, sind so gering, dass sie eigentlich nicht der Grund für die damit verbundenen Symptome sein dürften.

Eigentlich – da denke ich an die Hunger- und Armutskampagne mit dem großen Teller, der nur wenig Füllung hat und mit dem Spruch “Weniger ist nichts” Betroffenheit erzeugt.
Mit dieser gedanklichen Herangehensweise stelle ich ihnen vor, wie es zu den verschiedensten Symptomen kommen kann. Dabei geht es um Reduktion des oxidativen Stresses in den Mitochondrien, Energiegewinnung, Zuckerneubildung, mitochondriale Dysfunktion, Neurotransmitter, Gelenkbeschwerden, Aufgaben in der Niere, in der Bauchspeicheldrüse, der Zellentgiftung, der Zellkernfunktion. So sehen wir Wachstums- und Fruchtbarkeitsstörungen und psychologische Auffälligkeiten.

Dennoch gibt es Menschen, die sogar 400 Prozent der Vorgaben der DGE für Mangan täglich essen und dennoch einen Mangel im Blut haben. Hier hilft dann nur eine Versorgung von der Hand in den Mund, also mehrmals tägllch, da kein Speicher aufgebaut wird.

Andererseits ist der Kontakt zu toxischen Metallen auch mit der Bildung von Pyrrolen verbunden. Am Beispiel der Arsenbelastung sind sogenannte toxische Frühmarker detektiert worden. Arsen stört auch die Aktivitäten mehrerer Enzyme des Häm-Biosynthesewegs, wie Aminolevulinatsynthase , Porphobilinogen-Desaminase , Uroporphyrinogen-III-Synthase , Uroporphyrinogen-Decarboxylase , Coproporphyrinogenase, Ferrochelatase und Hämoxygenase . DOI: 10.1002/ SICI 1099-0801 199611 10:6 278::AID-BMC613 3.0.CO;2-X
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Die Belastung mit Blei hat für schwere akute Giftigkeiten offensichtlich eine gewisse Toleranz, Messungen der Porphyrine verändern sich aber früh. Hier kommt es nichtenzymatisch zu Oxidationen. Ann Clin Lab Sci. Sep-Oct 1980;10 5 :402-13.
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Eine Belastung mit Blei führt auch unmittelbar zu einer Veränderung des Zinkstoffwechsels. Das Protoporphyrin IX ist ein metabolisches Zwischenprodukt bei der Häm-Biosynthese; in Erythrozyten liegt als freie Form und zinkgebundene Verbindung vor. Die ZPP “Zink-Protoporphyrin IX” geben nur bei Bleivergiftung und sideropenischer Anämie hohe Werte ab. ALA-D und ZPP in Erythrozyten wurden gemessen und in einer Gruppe von Arbeitern verglichen, die Blei ausgesetzt waren. Wir haben eine gute Korrelation zwischen diesen beiden biochemischen Parametern gezeigt. Die Aminosäureausscheidung im Urin von Arbeitern, die Blei ausgesetzt waren, wurde gemessen und mit anderen biochemischen Vergiftungsparametern verglichen. Alle untersuchten leitenden Angestellten hatten eine übermäßige Ausscheidung von CP “Coproporphyrin” und ALA “Delta-Amino-Levulinsäure” im Urin.
Ann Ist Super Sanita. 1977;13 1-2 :399-407.
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Zinkprotoporphyrin gilt somit auch als ein Marker für eine chronische Bleibelastung. J Environ Pathol Toxicol. Jul-Aug 1978;1 6 :897-910.
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Da, wo sich Zinkprotoporphyrin ansammelt, hat Eisen in den roten Blutkörperchen keinen Platz mehr und die Sauerstoffversorung der Zellen ist deutlich reduziert.

Bei acht Arbeitern,32%, war eine abnormale Ausscheidung von Glycin, Baustein für Glutathion, vorhanden, während bei anderen vier, 15%, die Glycinurie an der Grenze der Normalwerte lag. Bei sechs Arbeitern, 21%, war eine abnormale Lysinausscheidung, notwendig für die Bildung von Carnitin, vorhanden. Die letzten Daten scheinen sehr interessant zu sein, da die Wirkung von Blei auf den Lysinstoffwechsel nicht bekannt war. Ann Ist Super Sanita. 1977;13 1- :399-407.
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Bei auffälligen KPU/HPU-Werten stellen sich also nicht nur Fragen nach Zink, Mangan und Vitamin B6, sondern auch nach Eisen, toxischen Metallen, Aminosäuren, Carnitin etc. als auch nach der Versorgung mit weiteren essentiellen Mikronährstoffen und ggf. auch der Ausleitung toxischer Metalle.

Weitere Infos unter:
www.dr-wiechert.com

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Bitte beachten Sie:
Die hier dargebotenen Informationen und Empfehlungen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und haben weder werbenden, noch beratenden Charakter. Sie ersetzen in keinem Fall den individuellen, persönlichen Rat eines Arztes und sind auch keine medizinische Hilfe. Von einer Behandlung ohne Absprache mit einem Arzt in diesem Fachgebiet – insbesondere bei bekannten Vorerkrankungen und unklaren Beschwerden – wird dringend abgeraten.

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12 thoughts on “HPU/KPU: Was Mangan, Blei und Eisen für wichtige Rollen spielen
  1. Warum haben dann zienlich viele HPU/KPUler das Problem, dass sich Vitamin B6 im Blut auf ein Vielfaches anstaut und somit nicht richtig verwertet wird? Das spricht dann auch für die ganzen Symptome, wie Leaky Gut, Histaminintolleranz, fehlende Neurotransmitter wie Serotonin etc. Gibt es hier mit einer Entgiftungsphase Probleme? Durch die Einnahme von B6 vergiftet man sich somit.

  2. Ich betreibe schon jahrzehntelang Mitochondrienmedizin, deshalb gehört Mangan zur meiner täglichen Einnahme dazu. Leider misst mein Labor (Bioscientia) Mangan nur im Serum und nicht im Vollblut. Ich gehe zum Labor immer direkt ohne Doktor, da ich keinen brauche und er mir sowieso von allem abrät. Ich habe im Serum 1,2 μg/L, angeblich ist der Referenzbereich 0,3-1,1 μg/L, somit denke ich es ist im besten Bereich oder was meinen Sie dazu? 20mg Mangan nehme ich täglich und das schon immer, sowie täglich Selen, Kupfer, Zink, Alpha-Liponsäure, Rhodiola, NAD+, PPQ, Q10 Ubiquinol, alle Vitamine, natürlich mind. 500-10.000% über NRV usw. Danke und viele Grüße!

  3. 💖lichen Dank für die vielen sehr wichtigen Infos die sie uns zur verfügung stellen. Ich schaue sehr gern ihre Videos. Liebe Grüße aus Berlin. ❣❣❣❣

  4. Ich habe KPU und werden mit meiner Armada von Beschwerden immer nur belächelt. Das Fehlen von Mangan verursacht bei mir all Ihre beschriebenen Symptome. Sehr oft habe ich Panikattacken, die einfach aus dem Nichts kommen.

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